Plattdeutsche Runde Anfang 2026
Krippenfeier in Dräulzer Platt
Das fing ja gut an…
Mit gleich zwei, schon zur Tradition gehörenden Aktionen an aufeinander folgenden Tagen startete die Plattdeutsche Runde im Heimatverein für das Drolshagener Land in das Jahr 2026. Für den 7. Januar hatte sie zu einer Krippenfeier in Dräulzer Platt eingeladen, bei die auch neue Mundart-Texte vorgetragen wurden. Der gesamte Kreis der Personen, die sich jeden ersten Donnerstag zur Pflege des Dräulzer Platt im Heimathaus treffen, beteiligte sich mit Lied und Text, mit Gebet und außergewöhnlichem Gesang an der Gestaltung. Insbesondere das Limpen-Trio mit ihren Vorträgen im Stil des Alpenländischen Dreigesangs, aber in Drolshagener Mundart und neuen, auf die aktuelle Situation bezogenen Texten, trugen zu der besinnlichen Stimmung der Feier bei. Auch die drei erwachsenen Sternsinger ergänzten mit ihrem plattdeutschen Beitrag des Sternsingerlieds die Feier vor der Drolshagener Krippe. Besonders hervorzuheben ist, dass Heinz Stachelscheid sowohl die Gebets- und Vortragstexte als auch die Lieder nicht nur gesammelt, sondern auch zu einem guten Teil neu geschrieben hatte.
Wöaste-Dubbeln und Schnalhüseken,
Tags drauf füllte sich die Gaststube des Heimathauses wieder mit den Mitgliedern der Plattdeutschen Runde zum alljährlichen , Wöaste-Dubbelndem Knobeln um Würste der heimischen Metzgereien und die Schnalhüseken, den traditionellen Hefeschnecken der Eichener Mühle. Wie immer ging es um die Wurst. Diesen seit langen Jahren überkommenen Drolshagener Brauch, zur Jahreswende in geselliger Runde um Würste zu knobeln, hatte die Plattdeutsche Runde schon vor vielen Jahren wieder aufgegriffen und führt ihn alljährlich zur großen Freude aller Beteiligten durch. Die Lautstärke der Aufforderungen, der von Überraschung und Zustimmung geprägten Rufe spiegelte die ausgelassene Stimmung gut wieder. Zwar gingen einige mit wenigen, andere mit eine Tasche voll Würste nach Hause. Es war eben ein Spiel, bei dem man gewinnen, aber auch verlieren konnte.
