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Die Nationalsozialisten haben zwischen 1933 und 1945 ihre Macht zu unmenschlichen Verbrechen missbraucht. Die „Erinnerungsinitiative Opfer des Nationalsozialismus in Drolshagen“ hat sich zur Aufgabe gesetzt, an Menschen aus Drolshagen zu erinnern, die Opfer dieser Verbrechen wurden.

Wir erinnern an 77 Frauen, die am 9. April 1943 aus Drolshagen deportiert wurden.

Am 9. April 1943 wurden 77 Menschen in den frühen Morgenstunden aus dem St. Gerhardus-Hospital Drolshagen deportiert. Für viele von ihnen war es ein Weg in den erbarmungslosen Tod. Es waren 77 Frauen, die dem Weltbild der Nationalsozialisten nicht entsprachen und deshalb in deren Staat als lebensunwert galten.

Zum Teil schon über Jahrzehnte waren diese Frauen in der Station St. Joseph von den dortigen Schwestern betreut, gepflegt und mit leichten Arbeiten betraut worden. Dann sollte mitten im Zweiten Weltkrieg auf staatliche Anordnung ein Teil des St. Gerhardus-Hospitals Drolshagen in ein Reservelazarett der Wehrmacht umgewandelt werden. Hierfür musste die „Abteilung für Epilepsie und Geisteskrankheiten“ geräumt werden. Die Schwestern konnten nur wenige Menschen vor dem Abtransport bewahren, indem sie sie als unverzichtbare Arbeitskräfte für den Weiterbetrieb des Krankenhauses „reklamierten". 

Ehemaliges Drolshagener Krankenhaus

 (Weitere Informationen und Bilder zum ehemaligen Drolshagener Krankenhaus finden Sie hier.)